Pressemitteilung 21.05.2015

Große Angst vor Erblindung — wenig Wissen über die Ursachen
Studie belegt Informationsdefizit der Generation 50+ — Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ klärt auf

Nürnberg, 21. Mai 2015 — Mobil sein, selbst Einkaufen, nicht auf Hilfe angewiesen sein – all dies macht im Alter einen großen Teil der Lebensqualität aus. Kein Wunder also, dass die „Generation 50+“ von allen Alterskrankheiten die Erblindung am meisten fürchtet. Gleichzeitig hat sie aber wenig Kenntnis über deren Ursachen. Dies sind die Ergebnisse einer repräsentativen Studie [1] mit 500 Teilnehmern des Marktforschungsinstituts „produkt+markt“ über Wahrnehmung und Kenntnisstand bei Augenerkrankungen bei über 50-Jährigen. So halten 31 Prozent der Befragten den Verlust des Augenlichts für die bedrohlichste Erkrankung im Alter, noch vor gravierenden Krankheiten wie Krebs (17 Prozent) oder Demenz (11 Prozent). Dem gegenüber steht ein Informationsdefizit über eine der Hauptursachen von schweren Sehbeeinträchtigungen, der Altersabhängigen Makula-Degeneration ( AMD), die ungestützt nur 10 Prozent der Befragten kannten. Die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ möchte mit Aufklärung und dem Aufruf zu regelmäßigen Früherkennungsuntersuchungen beim Augenarzt dazu beitragen, diese Wissenslücken zu schließen.

Im Rahmen der gestützten Nachfrage wussten lediglich 38 Prozent der Studienteilnehmer, dass AMD zur Erblindung führen kann. 19 Prozent war bekannt, dass die Krankheit in der feuchten Form schnell fortschreitet. Sie ist im Vergleich zur trockenen Form zwar seltener, aber deutlich aggressiver. Auch über Behandlungsmöglichkeiten dieser Ausprägung waren nur 34 Prozent informiert. „Diese Unwissenheit kann für die Betroffenen ernste Folgen haben, wenn sie deshalb erst in sehr spätem Stadium eine Therapie wahrnehmen“, warnt Ute Palm, Vorstandsmitglied der Selbsthilfevereinigung PRO RETINA Deutschland. „Beim Thema Augengesundheit besteht nach wie vor großer Aufklärungsbedarf – denn mit wachsender Kenntnis steigt auch die Motivation zur Nutzung ärztlicher Vorsorgeangebote und Therapien.“

Hilfreiche und leicht verständliche Informationen sowie kostenfreie Broschüren rund um die Themen Früherkennung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten der AMD gibt es unter www.Bewahren-Sie-Ihr-Augenlicht.de bzw. unter
Tel. 08 00 7 23 41 03. Die Internetseite und die PDF-Downloads sind
barrierefrei, die Nutzer können Schrift und Farbe individuell optimieren und
sich die Seiten im Audioformat anhören.

Service für Journalisten
Factsheets zu den Krankheitsbildern und weitere Hintergrundinformationen zu den Initiatoren finden Sie auf der gleichen Homepage im Pressebereich. Gerne vermitteln wir Interviews mit Vertretern der Selbsthilfegruppen und Fachgesellschaften.

Über die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“
Die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ informiert ältere und diabeteskranke Menschen über die trockene und feuchte AMD sowie die Diabetische Retinopathie bzw. das Diabetische Makula-Ödem. Das Expertenbündnis zeigt außerdem mögliche Risikofaktoren auf sowie die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten und Hilfsangebote. Gleichzeitig fordert die Initiative dazu auf, Sehverschlechterungen oder eine mögliche Erblindung im Alter nicht hinzunehmen, sondern aktiv dagegen anzugehen – z. B. mit der jährlichen AMD-Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr oder der mindestens einmal jährlichen augenärztlichen Routineuntersuchung für alle Diabetiker.
Um dies zu erreichen, bringen die sieben Partner, d. h. das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Novartis Pharma, Nürnberg, PRO RETINA Deutschland e.V. und die Retinologische Gesellschaft (RG), ihre Erfahrung in der Augenheilkunde ein. So überprüfen z. B. die Augenärzte alle medizinischen Aussagen. Die Selbsthilfeorganisationen wiederum liefern Erkenntnisse aus dem Umgang mit Betroffenen, Novartis Pharma und das Bayerische Gesundheitsministerium ergänzen ihr Wissen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. So unterhält das Staatsministerium seit 2007 die Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern mit dem Schwerpunkt „Gesundheit im Alter“. Das Expertenbündnis „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ arbeitet bereits seit 2008 zusammen.

[1] produkt+markt, Disease Awareness Augenerkrankungen. Bevölkerungsbefragung in Deutschland, CATI Befragung, August 2014

Pressekontakt
HERING SCHUPPENER Healthcare
Unternehmensberatung für Gesundheitskommunikation GmbH

Antje Jonas
Tel  +49 40 36 80 75 16
Fax +49 40 36 80 75 99
ajonas@hs-healthcare.de

Petra Uhlendorff
Tel  +49 40 36 80 75 15
Fax +49 40 36 80 75 99
puhlendorff@hs-healthcare.de

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