Pressemitteilung 01.06.2015

Früherkennung kann Erblindung im Alter vorbeugen
Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ bietet Broschüren und Infos für Patienten und Interessierte

Nürnberg, 1. Juni 2015 — Kein anderes Handicap fürchtet die „Generation 50+“ mehr als die Erblindung [1]. Dabei ist vielen jedoch nicht bekannt, dass regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen das Risiko für spätere Sehbeeinträchtigungen reduzieren können. Mit einer Internetseite, kostenlosen Broschüren und Informationsmaterialien möchte die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ Patienten und Interessierte über Augenerkrankungen wie die Altersbedingte Makula-Degeneration ( AMD) oder das Diabetische Makula-Ödem (DMÖ) aufklären.

Jeder kann durch Früherkennung selbst dazu beitragen, dass es nicht zu Beeinträchtigungen des Sehvermögens kommt. „Allerdings wissen nur wenige der über 50-Jährigen in Deutschland, dass neben dem Grauen und Grünen Star auch Erkrankungen wie die trockene und feuchte AMD sowie Diabetische Netzhauterkrankungen zu Blindheit führen können“, erklärt Rudi Ullrich, Präsidiumsmitglied des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e. V. (DBSV). „Viele schieben deshalb eine Verschlechterung des Sehvermögens auf das Alter und gehen erst spät zum Augenarzt.“ Hier setzt die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ an: Wissenslücken sollen mit fundierten Informationen geschlossen und die Menschen zu den jährlichen augenärztlichen Vorsorgeuntersuchungen für über 50-Jährige und Diabetiker motiviert werden.
Auf der Internetseite www.bewahren-sie-ihr-augenlicht.de bzw. unter Tel. 0800 – 7 23 41 03 finden Patienten und Interessierte kostenfreie Broschüren sowie hilfreiche und leicht verständliche Informationen rund um die Themen Früherkennung, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten von AMD und DMÖ. Außerdem werden Fragestellungen wie die Risikofaktoren für AMD oder Alltagstipps für ein Leben mit Diabetes behandelt. Die Internetseite und die PDF-Downloads sind barrierefrei, die Nutzer können Schrift und Farbe individuell optimieren und sich die Seiten im Audioformat anhören.

Service für Journalisten
Journalisten finden auf der Webseite der Initiative im Pressebereich Factsheets zu den Krankheitsbildern und weitere Hintergrundinformationen zu den Initiatoren. Gerne vermitteln wir Interviews mit Vertretern der beteiligten Selbsthilfegruppen
und Fachgesellschaften.

Über die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“
Die Initiative „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ informiert ältere und diabeteskranke Menschen über die trockene und feuchte AMD sowie die Diabetische Retinopathie bzw. das Diabetische Makula-Ödem. Das Expertenbündnis zeigt außerdem mögliche Risikofaktoren auf sowie die unterschiedlichen Diagnosemöglichkeiten und Hilfsangebote. Gleichzeitig fordert die Initiative dazu auf, Sehverschlechterungen oder eine mögliche Erblindung im Alter nicht hinzunehmen, sondern aktiv dagegen anzugehen – z. B. mit der jährlichen AMD-Vorsorgeuntersuchung ab dem 50. Lebensjahr oder der mindestens einmal jährlichen augenärztlichen Routineuntersuchung für alle Diabetiker.
Um dies zu erreichen, bringen die sieben Partner, d. h. das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, der Berufsverband der Augenärzte Deutschlands (BVA), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV), die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), Novartis Pharma, Nürnberg, PRO RETINA Deutschland e.V. und die Retinologische Gesellschaft (RG), ihre Erfahrung in der Augenheilkunde ein. So überprüfen z. B. die Augenärzte alle medizinischen Aussagen. Die Selbsthilfeorganisationen wiederum liefern Erkenntnisse aus dem Umgang mit Betroffenen, Novartis Pharma und das Bayerische Gesundheitsministerium ergänzen ihr Wissen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. So unterhält das Staatsministerium seit 2007 die Gesundheitsinitiative Gesund.Leben.Bayern mit dem Schwerpunkt „Gesundheit im Alter“. Das Expertenbündnis „Bewahren Sie Ihr Augenlicht“ arbeitet bereits seit 2008 zusammen.

[1] produkt+markt, Disease Awareness Augenerkrankungen. Bevölkerungsbefragung in Deutschland, CATI Befragung, August 2014

Pressekontakt
HERING SCHUPPENER Healthcare
Unternehmensberatung für Gesundheitskommunikation GmbH

Antje Jonas
Tel +49 40 36 80 75 16
Fax +49 40 36 80 75 99
ajonas@hs-healthcare.de

Petra Uhlendorff
Tel +49 40 36 80 75 15
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puhlendorff@hs-healthcare.de

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