Risikofaktoren für die Diabetische Retinopathie

Bestimmte Risikofaktoren tragen neben einem hohen Blutzuckerspiegel dazu bei, dass eine Diabetische Retinopathie bzw. Makulopathie entsteht. Sie müssen deshalb immer mit beachtet werden.

Wie bereits gesagt: Diabetes mellitus kommt selten allein. Das liegt daran, dass die Blutgefäße eines Zuckerkranken einem höheren Risiko für Folgeschäden und Begleiterkrankungen ausgesetzt sind. Welche Folgen diese Begleiterkrankungen haben, können Sie unter „Hintergrundwissen: Diabetes“ genauer nachlesen.

Bestimmte Risikofaktoren, die zur Entstehung der Diabetischen Retinopathie beitragen, sollten Sie deshalb ständig im Blick behalten und regelmäßig überprüfen: Es sind neben dem Blutzucker vor allem der Blutdruck und die Blutfettwerte.

Erhöhter Blutdruck

Hypertonie (erhöhter Blutdruck) kann mit Medikamenten, Sport und gesunder Ernährung therapiert bzw. positiv beeinflusst werden. Falls eine diabetische Nierenerkrankung (Nephropathie) vorliegt, sollte auch diese entsprechend behandelt werden. Hiermit kann eine eventuell nachfolgende Blutdruckerhöhung ( Renale Hypertonie) vermieden werden.

Erhöhte Blutfettwerte

Erhöhte Blutfettwerte verursachen keine Symptome, die für den Betroffenen sofort erkennbar sind. Durch eine entsprechende Änderung des Essverhaltens und/oder mit Medikamenten lassen sich erhöhte Blutfettwerte senken. Auch Bewegung und Sport tragen zu einer Verbesserung der Blutfettwerte bei.

Rauchen – nein danke!

Auch wenn Sie es nicht mehr hören und lesen wollen: Rauchen schädigt die Gesundheit – dies gilt umso mehr für Diabetiker. Nikotin verengt die Gefäße zusätzlich, und die durch den Diabetes geschädigten Blutgefäße leiden noch mehr. Daher gilt gerade für Diabetiker: Verzichten Sie auf Zigaretten!

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Ihre persönlichen Werte und nehmen Sie die vorgesehenen Kontrolltermine zuverlässig wahr.

 

Wann sollten Sie Ihren Augenarzt aufsuchen?

Mindestens einmal im Jahr gehört eine Augenkontrolle bei jedem Diabetiker zum Pflichtprogramm. Die genauen Untersuchungsabstände bestimmt Ihr Augenarzt, je nachdem, welcher Diabetes-Typ Sie sind, wie Ihre langfristigen Blutzuckerwerte aussehen und ob bei Ihnen bereits Augenschäden vorhanden sind.

Für neu auftretende Symptome wie eine plötzliche Sehverschlechterung, verschwommenes Sehen, Störungen beim Farbsehen oder Rußregen gilt: Sofort einen Augenarzt aufsuchen!

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