Anzeichen einer AMD

Die trockene AMD kann in die feuchte AMD übergehen. Bei beiden AMD-Formen wird das Sehvermögen zunehmend beeinträchtigt.

Anzeichen der trockenen AMD

Patienten, die an einer trockenen AMD leiden, bemerken die frühen Symptome häufig beim Lesen: Eines der ersten Anzeichen ist der höhere Lichtbedarf, Buchstaben erscheinen unscharf und in der Mitte des Schriftbildes entstehen verschwommene Schatten. Oft wirken die Farben blass und es dauert länger, bis sich die Augen an den Wechsel von einer hellen zu einer dunklen Umgebung gewöhnen. Im Spätstadium einer trockenen AMD sterben wichtige Sinneszellen ab – das sogenannte zentrale Sehen verschlechtert sich erheblich. Die Betroffenen können dann oft das Gesicht ihres Gegenübers nur noch schwer erkennen.

 

 

Anzeichen der feuchten AMD

Bei einer feuchten AMD erscheint die Umgebung häufig unscharf und verzerrt. Vielen Betroffenen fällt dies auf, wenn sie Muster mit geraden Linien betrachten – wie z. B. die Fugen der Fliesen in der Küche oder im Badezimmer. Wenn eigentlich gerade Linien plötzlich verbogen erscheinen, sollten Sie schnellstens einen Augenarzt aufsuchen.

Hat sich ein Makulaödem entwickelt, kann sich das Sehvermögen drastisch verschlechtern. Das Makulaödem wirft eine Art „Schleier“ auf das Blickfeld. Sterben im weiteren Krankheitsverlauf Sehzellen ab, entsteht das sogenannte Skotom. Dieses nehmen die Betroffenen als schwarzen Fleck in der Mitte ihres Gesichtsfeldes wahr. Wenn die Krankheit derart weit fortgeschritten ist, können AMD-Patienten schlimmstenfalls das Gesicht ihres Gegenübers nicht mehr erkennen.

 

Abb.: Dunkler Fleck in der Mitte des Gesichtsfeldes bei fortgeschrittener AMD

 

Doch nicht nur Gesichter verschwinden, sondern auch Alltägliches. Einfache Dinge wie die Buchstaben in der Tageszeitung verschwimmen vor den Augen, das Bild im Fernseher hat verwaschene Farben und beim Gemüseschneiden beeinträchtigt ein schwarzer Fleck die Arbeit. Auch Auto fahren, die Gartenarbeit oder einfach „nur“ die Nummer der Buslinie zu lesen, ist kaum mehr möglich. Experten sprechen in diesem Stadium von der sogenannten „Altersblindheit“: Die Betroffenen sind nicht vollständig erblindet, denn sie erkennen noch die Umrisse eines Gegenstands – allerdings ist das zentrale Sehvermögen durch die AMD extrem eingeschränkt.

 

Was können typische Hinweise auf eine AMD sein?

Es gibt typische Anzeichen, die Hinweis auf eine AMD sein können. Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei sich feststellen, sollten Sie dringend einen Augenarzt aufsuchen:

  1. Sie benötigen bereits tagsüber mehr Licht, um Gegenstände erkennen zu können.
  2. Sie fühlen sich durch Licht stärker geblendet als früher, z. B. beim Autofahren bei Dunkelheit.
  3. Kontraste und Farben nehmen Sie verwaschen und blass wahr.
  4. Gegenstände, Bilder oder das Gegenüber wirken verzerrt (z. B. die Fugen im Badezimmer und andere gerade Linien erscheinen gebogen).
  5. Sie haben Schwierigkeiten beim Lesen oder Erkennen von Details, da Ihre zentrale Sehschärfe eingeschränkt ist und sie nicht mehr fokussieren können.
  6. In der Mitte Ihres Sichtfelds „versperrt“ ein dunkler Fleck, das sogenannte Zentralskotom, den Blick auf Gesichter und Gegenstände.
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